Was mir aber gar nicht einleuchtet: Sobald Assads Regierungstruppen kämpfen, spricht man in der UN von "Gewalt gegen die Zivilbevölkerung". Denkt man aber nur an den Begriff "Bürgerkrieg", dürfte einem wohl klar werden, dass bei einem Bürgerkrieg eben niemals nur Kombatanten gegen Kombatanten kämpfen. Man erschafft sich so ein schönes Mittel, jede Kriegshandlung der - bis vor kurzem vom Ausland völlig anerkannten - Regierung zu verurteilen. Dabei durchschaut doch niemand mehr, wer in Syrien wen in die Luft sprengt.
Die westlichen Regierungen geben sich wider jede Vernunft offenbar immer noch der Illusion hin, sie könnten irgendwie steuern, was im Nahen Osten nach den Revolutionen geschieht. Dafür ist der Westen aber mittlerweile viel zu schwach. Und die pro-westliche Oppostion in den verschiedenen arabischen Ländern spielt meist in der Praxis keine Rolle. Man schaue nach Ägypten, wo der letzte Ministerpräsident Mubaraks gegen einen Islamisten in die Stichwahl zur Präsidentschaft gekommen ist.
Im Grunde kann uns relativ egal sein, wer im Nahen Osten regiert. Aber dieses Gefasel und die Verklärung der Aufständischen gehen mir auf die Nerven.
PS: Hier ein interessanter Bericht zum Thema.
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Kommentare:
Ein Bürgerkrieg? Bist Du sicher? Ich bin es nicht. Die angeblichen "Déserteure" kämpfen mit nagelneuen Waffen, die garantiert nicht aus den Beständen der syrischen Armee stammen. Das sind amerikanische Fabrikate, dass sonstige Equipment stammt von Nike oder anderen "Marken".
Syrien ist Opfer einer amerikanischen Außenpolitik, die auf den "Export der Demokratie" setzt. Wie Anno, die UdSSR auf ihre "Weltrevolution".
So genau kenne ich mich mit der Bewaffnung der syrischen Aufständischen nicht aus, allerdings gehe ich auch davon aus, dass einige westliche Regierungen hier Waffen verschicken. Das ist immer ein Spiel mit dem Feuer - und bei Islamisten ganz gewiss.
Dabei brauchen sich die Amis nur an die Taliban zu erinnern, um zu wissen, wo es hinführt, wenn man Mohammedaner bewaffnet.
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